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Aus einer Familieninitiative wurde ein Netzwerk, das trägt.
Das Netzwerk Goldenharsyndrom und Ohrmuscheldysplasie e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für Familien, Betroffene und Angehörige im deutschsprachigen Raum.
Entstanden ist unser Verein aus einer Familieninitiative, die bereits seit 1995 Menschen miteinander verbindet, die vom Goldenharsyndrom, einer Ohrmuscheldysplasie oder verwandten Ausprägungen betroffen sind. Im Mai 2005 wurde aus dieser Initiative der Verein Netzwerk Goldenharsyndrom und Ohrmuscheldysplasie e.V. Seitdem ist ein Netzwerk gewachsen, das heute fast 200 Familien im deutschsprachigen Raum verbindet.
Unser Ziel ist einfach und gleichzeitig unglaublich wichtig: Wir möchten Menschen zusammenbringen, die ähnliche Fragen, Erfahrungen, Sorgen und Hoffnungen teilen. Denn gerade bei seltenen Krankheitsbildern ist es oft schwer, passende Informationen, Ansprechpartner und Erfahrungswerte zu finden. Viele Familien müssen sich ihren Weg selbst erarbeiten. Sie suchen nach medizinischer Orientierung, nach Behandlungsmöglichkeiten, nach Alltagserfahrungen und nach Menschen, die wirklich verstehen, was diese besondere Lebenssituation bedeutet.
Genau dafür gibt es unser Netzwerk.

Wenn ein Kind mit Goldenharsyndrom oder Ohrmuscheldysplasie geboren wird, beginnt für viele Familien eine Zeit voller Fragen.

Was bedeutet die Diagnose genau?
Welche Untersuchungen sind wichtig?
Welche Behandlungen können sinnvoll sein?
Wie entwickelt sich unser Kind?
Wie gehen wir mit Blicken, Unsicherheit und Entscheidungen um?
Wer kann uns wirklich weiterhelfen?
Auf viele dieser Fragen gibt es nicht die eine einfache Antwort. Jede Ausprägung ist anders. Jede Familie geht ihren eigenen Weg. Aber niemand sollte diesen Weg allein gehen müssen. Unser Verein schafft Verbindung. Zwischen Eltern, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Geschwistern und Angehörigen. Zwischen Erfahrung und neuer Orientierung. Zwischen Unsicherheit und dem Gefühl, verstanden zu werden.
Uns verbindet nicht nur ein medizinischer Begriff.
Uns verbindet die Erfahrung, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch steht. Ein Kind mit Persönlichkeit, Stärke, Bedürfnissen und Zukunft. Eine Familie mit Fragen, Gefühlen und Entscheidungen. Erwachsene Betroffene mit eigenen Wegen, Erfahrungen und Perspektiven.
Wir glauben daran, dass Austausch stärken kann.
Ein Gespräch mit anderen Eltern kann Mut machen. Die Begegnung mit anderen betroffenen Kindern kann entlasten. Der Blick auf erwachsene Betroffene kann Hoffnung geben. Und das Wissen, dass andere ähnliche Situationen kennen, kann einen großen Unterschied machen.
Dabei geht es bei uns nicht um perfekte Antworten. Es geht um ehrliche Erfahrungen, gegenseitige Unterstützung und einen respektvollen Umgang miteinander.
Austausch, Erfahrung und gegenseitige Unterstützung
Der Informationsaustausch und Erfahrungsaustausch ist eines der wichtigsten Anliegen unseres Vereins. Viele Familien bringen über Jahre hinweg wertvolle Erfahrungen mit. Zum Beispiel zu Arztgesprächen, Untersuchungen, Hörversorgung, Operationen, Schule, Alltag, psychosozialen Themen, Akzeptanz, Geschwisterkindern und dem Umgang mit Unsicherheit. Diese Erfahrungen können anderen Familien helfen, sich besser zu orientieren.
Ein besonderer Mittelpunkt unseres Vereins sind die persönlichen Begegnungen.
Einmal jährlich treffen sich Familien aus dem deutschsprachigen Raum zum bundesweiten Treffen. Dort entsteht Raum für Austausch, Gespräche, Vorträge, gemeinsame Zeit und Begegnungen zwischen Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Eltern und Geschwistern. Zu diesen Treffen werden auch Fachleute eingeladen, zum Beispiel aus Medizin, Therapie, Psychologie oder anderen relevanten Bereichen. So können Familien fachliche Impulse erhalten und gleichzeitig mit Menschen sprechen, die ähnliche Wege gehen.
Auch Geschwister gehören dazu
In vielen Familien stehen betroffene Kinder durch Untersuchungen, Termine oder Behandlungen automatisch stärker im Mittelpunkt. Geschwisterkinder erleben diese Situationen mit. Sie nehmen Rücksicht, stellen Fragen, spüren Sorgen und brauchen ebenfalls Raum. Deshalb sind Geschwisterkinder ein wichtiger Teil unseres Netzwerks. Bei unseren Treffen erleben sie andere Kinder mit ähnlichen Familiengeschichten. Sie dürfen ihre eigenen Erfahrungen machen, Freundschaften schließen und merken, dass auch ihre Perspektive gesehen wird.
Für mehr Sichtbarkeit und bessere Versorgung
Das Goldenharsyndrom und die Ohrmuscheldysplasie sind selten. Gerade deshalb ist es wichtig, das Krankheitsbild bekannter zu machen. Wir möchten dazu beitragen, dass Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Öffentlichkeit mehr Verständnis für die Situation betroffener Menschen entwickeln. Außerdem unterstützt der Verein, beziehungsweise unterstützen einzelne Familien, wissenschaftliche Vorhaben zu Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten des Goldenharsyndroms und der Ohrmuscheldysplasie.
Wir sind ein Verein, der aus betroffenen Familien heraus entstanden ist.
Das macht unsere Arbeit besonders nah, persönlich und erfahrungsbasiert. Wir wissen, dass hinter jeder Frage oft viel mehr steckt als reine Information. Manchmal geht es um Angst. Manchmal um Hoffnung. Manchmal um Entscheidungen, die schwerfallen. Manchmal einfach um den Wunsch, mit jemandem zu sprechen, der versteht. Unser Netzwerk lebt von Menschen, die einander zuhören, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig stärken.
Wenn Sie selbst betroffen sind, ein Kind mit Goldenharsyndrom oder Ohrmuscheldysplasie haben, eine betroffene Familie kennen oder unser Netzwerk unterstützen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Ob Sie gerade am Anfang stehen oder schon viele Erfahrungen gesammelt haben, Sie sind willkommen.
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Das Netzwerk Goldenharsyndrom und Ohrmuscheldysplasie e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für Familien, Betroffene und Angehörige aus dem deutschsprachigen Raum. Der Verein fördert den Informationsaustausch und Erfahrungsaustausch rund um das Goldenharsyndrom, Ohrmuscheldysplasie und verwandte Ausprägungen. Im Mittelpunkt stehen gegenseitige Unterstützung, bundesweite Treffen, regionale Begegnungen, Erfahrungsberichte und das Ziel, betroffenen Familien mehr Orientierung und Sicherheit zu geben.